NNI informiert

Hier finden Sie kostenlos Publikationen zu aktuellen Ernährungsthemen.

Fasst für Sie kurz und übersichtlich die wesentlichen Punkte aus aktuellen Studienergebnissen, Handlungsempfehlungen, neuen Richtlinien und Ernährungsthemen zusammen

Filter by nutrition topic

Die zunehmende Evidenz legt nahe, dass HMO wichtige physiologische Funktionen in der Entwicklung von Frühgeborenen haben. Nun zeigt eine neue randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie die positiven Effekte der beiden HMO 2’FL und LNnT auf die Nahrungstoleranz und das frühe postnatale Wachstum bei Frühgeborenen.

Funktionelle gastrointestinale Störungen treten bei mehr als 25 % aller Säuglinge auf und stellen für Eltern häufig einen Grund dar, einen Arzt aufzusuchen. Neben Säuglingskoliken zählen auch Regurgitationen und funktionelle Verstopfungen zu den häufigsten FGIDs. Bei vielen Säuglingen tritt auch eine Kombination mehrerer FGIDs auf, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität von Kind und Eltern führt.

Durch die Verfügbarkeit von Folgemilchen mit bedarfsgerecht reduziertem Proteingehalt, angepasst an den sinkenden Verlauf in Muttermilch, empfiehlt die österreichische Ernährungskommission erstmals, für nichtgestillte Säuglinge Stufenkonzepte mit reduziertem Proteingehalt, insbesondere bei Folgemilch, zu verwenden. Muttermilch bleibt jedoch zu jedem Zeitpunkt Säuglingsmilchen überlegen.

Nach einem 20-Jahres-Follow-up bewertet die GINI-Studie die Langzeiteffekte von hydrolysierter Säuglingsnahrung auf allergische Erkrankungen bei allergiegefährdeten Kindern neu. Die Nachbeobachtung zeigt dabei die unterschiedlichen Wirkungen der verschiedenen Hydrolysat-Nahrungen auf, welche auch nach 20 Jahren noch bestehen bleiben.

20 Jahre nach der Vorläuferstudie „Stillen und Säuglingsernährung in Deutschland – die „SuSe“-Studie“ (SuSe I) hatte SuSe II zum Ziel, die Stillförderung im Krankenhaus, das aktuelle Stillverhalten sowie die Säuglingsernährung im Verlauf des 1. Lebensjahres umfassend zu beschreiben. Zudem werden Entwicklungen in den letzten 20 Jahren dargestellt und Empfehlungen für die Stillförderung abgeleitet.

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass in Wissenschaft und Praxis viele Fragen allgemeiner Art zu HMO auftreten, die unbeantwortet bleiben oder zu Unsicherheiten in der Beurteilung führen. In der folgenden Übersicht werden daher einige der praxisrelevanten Fragen von Prof. Dr. Clemens Kunz der Justus-Liebig-Universität Gießen beantwortet.